Medienkompetenz für Forensik-Patienten

Qualifizierungskonzept und Praxisleitfaden erarbeitet

Forensische Patienten haben während ihrer Unterbringung oft jahrelang keinen Zugang zu Online-Medien. Wie können Sie dennoch auf die Anforderungen einer digitalisierten Welt vorbereitet werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Fachkräfte aus der dem LWL-Maßregelvollzug in dem Projekt „Netzkompetenz für Patientinnen und Patienten“ zusammen mit Medienpädagogen und Medienforschern der Universität Paderborn unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Dorothee M. Meister und Jun.-Prof. Dr. Anna-Maria Kamin. 

Im April 2018 haben die Projektteilnehmer bei einer Abschlusstagung im LWL-Zentrum für Forensische Psychiatrie Lippstadt die Ergebnisse ihrer zweijährigen Arbeit präsentiert: Ein medienpädagogisches Qualifizierungskonzept und ein darauf aufbauender Praxisleitfaden unterstützen die Entwicklung von Medienkompetenz bei Patienten mit Blick auf die speziellen (Sicherheits-) Anforderungen des Maßregelvollzuges. Die größte forensische Klinik des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) war als Pilotstandort an der Entwicklung der Konzepte in der Praxis beteiligt. Finanziert wurde das Projekt aus Landesmitteln. Die Veranstaltung endete mit einer feierlichen Überreichung der Zertifikate an die ersten Absolventen der Qualifizierungsmaßnahme, die der Klinik künftig als ausgebildete „Mediencoaches“ zur Verfügung stehen.

Zum Download:

2018-04-18 Medienkonzept für den Maßregelvollzug_Web.pdf