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KURS NRW

Hinter KURS NRW verbirgt sich die „Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern in Nordrhein-Westfalen“ mit der eine Sexualstraftäter-Datei in Betrieb genommen worden ist. Ziel der landesweiten Datenbank ist es, das Rückfallrisiko entlassener Strafgefangener und Maßregelvollzugspatienten zu verringern.

Mit der Datei soll die bereits bestehende Zusammenarbeit und der Informationsaustausch zwischen Strafvollzug, Maßregelvollzug, Vollstreckungsbehörden, Führungsaufsichtsstellen und Polizei standardisiert und verbindlich ausgestaltet werden. Dafür werden vor der Entlassung von Sexualstraftätern alle für eine Risikobewertung erforderlichen Informationen bei einer Zentralstelle beim Landeskriminalamt in Düsseldorf zusammengeführt und mit einer Analysesoftware ausgewertet.

Mit der Prognose werden dann abgestimmte Schutzkonzepte umgesetzt. So informiert die Zentralstelle die beteiligten Behörden u.a. über Zuzug oder Wegzug eines Risikostraftäters. Die Kreispolizeibehörden überprüfen dann die tatsächliche Wohnsitznahme und führen neben Observationen auch konkrete Gefährder- und Gefährdetenansprachen durch.

Darüber hinaus führen alle beteiligten Stellen regelmäßige Fallkonferenzen durch. Auch in Bayern, Niedersachen und Brandenburg werden Sexualstraftäter bereits mithilfe zentraler Computersysteme gesondert überwacht.

KURS NRW

Ziel dieses Konzepts ist die Verringerung des Rückfallrisikos von Sexualstraftätern, die kraft Gesetzes oder gerichtlicher Anordnung unter Führungsaufsicht stehen.