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Patienten im Maßregelvollzug

Im Maßregelvollzug werden Straftäter behandelt, die aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer Suchterkrankung nicht oder nur teilweise für ihre Tat verantwortlich gemacht werden können.

Die Patienten leiden unter Psychosen (Wahrnehmungsstörungen), Persönlichkeitsstörungen, einer sogenannten Intelligenzminderung oder/und sind alkohol, medikamenten- oder drogenabhängig.

Nicht selten liegen die Ursachen dafür bereits in der Kindheit des betroffenen Patienten. Sie kommen häufig aus zerrütteten Familienverhältnissen und allgemein schwierigen Sozialisationsbedingungen, haben oftmals früh im Leben Gewalt erleben müssen.

Etwa die Hälfte der Maßregelvollzugspatienten war vor der Unterbrinung in einer der forenischen Kliniken des LWL erwerbslos. Rund 70 Prozent der Patienten haben keine abgeschlossene Berufsausbilung und etwa jeder Dritte hat keinen Schulabschluss.

Der überwiegende Anteil der Patienten im Maßregelvollzug ist männlich. Nur etwa sechs Prozent der im LWL-Maßregelvollzug untergebrachten Patienten sind Frauen.

 

Patientenzahlen steigenRund 1200 Patienten im LWL-Maßregelvollzug

In den LWL-Kliniken sind derzeit rund 1200 psychisch und suchtkranke StraftäterInnen in Behandlung. Der Großteil davon, etwa zwei Drittel der Patienten, ist aufgrund einer psychischen Erkrankung nach Paragraf 63 StGB untergebracht. Seit einigen Jahren steigt jedoch die Zahl der nach Paragraf 64 untergebrachten suchtkranken Patienten. 

Da sich die Zahl der Maßregelvollzugspatienten in NRW in den vergangenen Jahren erheblich erhöht hat, will das Land neue forensische Kliniken bauen.

Informationen zu den drei weiteren geplanten Kliniken in Trägerschaft des LWL

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